Ihr neuer Pfarrvikar stellt sich vor

Ich glaube, dass Gott für jeden von uns eine Bestimmung hat. Es ist nicht nur notwendig, ihm zu vertrauen, sondern auch seinen Willen durch Zeichen zu lesen.
In diesem Geist erlebe ich meine nächste Etappe des priesterlichen Dienstes unter den
Gläubigen von Spandau-Süd.
Ich bin mir bewusst, dass trockene Daten nur eine Bestätigung des Ortes und der Zeit und vor allem der Menschen sind, mit denen wir mehr oder weniger einen Teil unseres Leben teilen, kurz gesagt, sie machen unsere Geschichte der irdischen Pilgerschaft aus.
Meine begann in Polen, wo ich aufgewachsen bin, Philosophie und Theologie studierte, und dort wurde ich zum Priester geweiht und nach fünf Jahren pastoralen Arbeit setzte ich mich mein Studium in Rom fort, das ich mit einem Doktorat in Theologie abschlossen.
In Italien arbeitete ich mit jungen Menschen in Kalabrien, dann in der berühmten Abtei von Fossanova (Latina), wo einer der größten Denker in der Geschichte des Christentums, der heilige Thomas von Aquin, 1274 auf dem Weg zum Konzil von Toulouse starb.
Das Jubiläumsjahr 2000 war eine große spirituelle Erfahrung, die ich mit den Pilgern aus aller Welt geteilt habe, die zum Grab des heiligen Petrus gepilgert sind. Stundenlang habe ich den Beichten der Büßer zugehört, die den vollkommenen Ablass erlangen wollten.
2001 kam ich nach Deutschland um Deutsch zu studieren, wollte aber immer als Beichtvater in den Vatikan nach Rom zurückzukehren.
In der Zwischenzeit haben sich die Pläne geändert und so bin ich in Deutschland geblieben.
Nach vier Jahren Pastoralarbeit in Königswinter – deutschen Gemeinde, ging ich zur
italienischen Mission in Hamburg (acht Jahren) und dann nach Frankfurt am Main (fünf
Jahren).
In Berlin sollte ich auch die Italienische Mission unterstützen, aber der Bischof schickte mich hierher zu Ihnen nach Spandau.
Zuallererst möchte ich mich bei Pfarrer Gewers und seinem Mitarbeiterteam für die
Freundlichkeit, das Verständnis und für die Geduld mit mir bedanken, um die ich Sie alle bitte.
Ja, ich möchte zusammen unsere Gemeinde unterstützen, helfen, hier allen dienen, und hoffe ich, dass dies eine fruchtbare Zeit für unsere Gemeinde sein wird.
Unter meinen Wüschen für 2021 steht natürlich an erster Stelle, die Pandemie zu überwinden.

Silvestro Gorczyca