Ein Pfingstgruß!

Liebe Gemeinde!
Die Karwoche, Ostern und nun Pfingsten – eine einmalige Zeit, die wir
lange in Erinnerung behalten werden. Wir alle mussten Wege finden, aus sicherer Entfernung miteinander zu kommunizieren. Wir lernten eine neue Sprache: die der Virologen und Experten. Wer von uns wusste vor
Mitte März etwas von exponentiellen Kurvenverläufen, R-Werten und
„lock downs“? Aber: wir sind bis zum heutigen Tag durch alle Schwierigkeiten des Alltags und unseres Gemeindelebens heil hindurch gekommen. Sicherlich, weil wir Menschen von Natur aus anpassungsfähig sind.
Doch auch, weil trotz oft anderer Wahrnehmung im Alltag, die allermeisten unserer Mitmenschen ein soziales Gewissen haben.
Ein Anstoß von außen ändert das Leben vieler. Das Thema des Pfingstfestes. Gottes Geist berührt Menschen, um sie zu verändern, Neues zu
erschaffen. Neues Denken, neue Wege, neues Miteinander, neue Räume, neuen Mut. Es ist Gottes wehender Wille: dass wir Leben in Fülle haben. Das geschieht nicht selten damit, dass zunächst erst einmal ein Durcheinander entsteht, weil alte Wege nicht mehr gangbar sind, Gewohntes wegfällt. Zu Pfingsten wird die kleine Gemeinde der Jünger und Jüngerinnen vom Geist hinausgeführt, auf einen neuen Weg gebracht. ( Dies war übrigens die Bezeichnung für die ersten Christen: „die vom neuen Weg“.) Die Türen öffneten sich und die verzagte und traurige Gruppe derer, die Jesus nachgefolgt waren, wurden zu ihren Mitmenschen gesandt, zu noch Fremden, die scheinbar ganz anders lebten und sprachen. Und erst in diesem hinaus Gehen erfuhren die Christen, dass Gott sie begleitet und in dieser Krisensituation nicht nur einen neuen Aufbruch schenkt, sondern diesen auch vorbereitet und mitgeht.
Wir wünschen Ihnen, dass auch Sie in diesen Tagen diese Erfahrung der ersten Christen teilen können: Gott geht mit uns. In allen Wirrungen und Irrungen des Lebens.
Auch für uns als Pfarrei darf das Pfingstereignis Ermutigung und Kraftquelle sein, die Türen zu öffnen, eine neue, Menschen verbindende Sprache zu sprechen und in allem, was geschieht, Gottes Wirken und Wollen zu entdecken.
Zum Schluss bedanken wir uns bei allen Männern und Frauen unserer Gemeinde, die in dieser Zeit der Corona-Krise mit viel Engagement und Kreativität in der Pfarrei wirkten und wirken.
Ihnen allen wünschen wir, auch im Namen unseres Pfarrers Bernhard Gewers, eine gesegnete Zeit
Diakon Berthold Schalk & Gemeindereferentin Steffi Rohrdanz-Stas ́

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.